Auf Grund der Nähe des Lodron'schen Palais zur Wohnung der Familie Mozart in Salzburg entsteht ein reger Kontakt zwischen den beiden Familien. Wolfgang Amadeus und seine Schwester Nannerl geben den Kindern der Grafen Lodron Klavierunterricht. Das Konzert für drei Klaviere in F-Dur (KV 242), das Lodron-Konzert, schrieb Mozart für Gräfin Antonia und ihre beiden Töchter Aloisia und Josepha Lodron - dabei nahm er auf die spieltechnischen Fähigkeiten der Mädchen Rücksicht. Dieses und zwei Divertimenti, die besser unter dem Namen Lodronsche Nachtmusiken bekannt sind, widmete er der Gräfin Antonia Lodron, seiner Förderin und Verehrerin.
Schließlich hielt sich der junge Komponist im Zuge seiner Italienreisen auch in Rovereto auf und begeisterte sein Publikum in diversen Palazzi der Stadt. Nicht spurlos ist diese Zeit im Werk Mozarts vorübergegangen. Don Giovanni besingt den Marzemino, einen für die Gegend typischen Wein, in einem Gespräch mit seinem Diener Leporello: "Versa il vino! Eccellente Marzemino! …"
Der wohl berühmteste Spross des Hauses Lodron ist Paris, Fürsterzbischof von Salzburg in den Jahren 1619 bis 1653.
Paris Lodron wurde 1586 in Castelnuovo im Lagarinatal geboren. Er verließ jedoch seine Heimat, um dem Ruf seines Onkels Anton (Domherr und damit Kapitular des Salzburger Domkapitels) zu folgen und in Salzburg eine geistliche Laufbahn zu beginnen. Bereits 1619 wurde Paris Lodron zum Fürsterzbischof bestellt.
34 Jahre leitete er die Geschicke des mächtigen und reichen Landes. In den Wirren des 30-jährigen Krieges gelang es Paris Lodron, sein Land, trotz massiver Interventionen des Kaisers und des bayrischen Kurfürsten, aus dem Kriegsgeschehen herauszuhalten.
Der italienische Baumeister Santino Solari war in dieser Zeit nicht nur beauftragt den Salzburger Dom fertigzustellen,
sondern er war es auch, der die Stadt zu einer uneinnehmbaren Festung machte.
Paris Lodron blieb sein ganzes Leben eng mit Villa Lagarina und den Lodronschen Besitztümern im Trentino verbunden.
Er beauftragte auch hier Santino Solari mit dem Um- und Ausbau des Palazzo Lodron in Nogaredo. Damals bekam der Gebäudekomplex sein heutiges Aussehen. Die architektonische Beziehung zu Salzburg und auch zu Schloß Hellbrunn, ebenfalls ein Werk Solaris, ist hier in Nogaredo ganz offensichtlich.
Paris Lodron starb 1653 und wurde im Salzburger Dom beigesetzt.